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Drei Wochen im September

BeitragVerfasst: Sonntag, 05. Jan 2014 00:14
von Norte
Hallo an das Forum!

Reunion reizt uns schon seit Jahren sehr und jetzt werden unsere Planungen konkreter. Wir visieren momentan einen dreiwöchigen Inselbesuch im September an, wozu ich einige Fragen an die Mitglieder dieses Forums habe.

1. Wir sind uns bei der Standortwahl überhaupt nicht sicher aufgrund der teils relativ langen Anfahrten zu den Wander-und Besichtigungszielen. Wir haben vor jeweils ein paar Tage in den Cirques von Salazie und Cilaos zu verbringen. Wieviel Tage würdet ihr da jeweils veranschlagen?

2. Auch bei dem Quartier in Meeresnähe - oder den Quartieren falls es sogar zwei werden sollten - sind wir uns unschlüssig. Ich denke die Passatseite, die Ostküste, scheidet im "Reunion - Winter" wohl eher aus. Der Süden wird von vielen landschaftlich gelobt und verlangt zudem nicht allzu weite Anfahrten für Ostküstenbesuche - nur ist es von dort aus sehr weit in den Norden...

Der Westen und der Norden erscheinen mir zum Teil schon zu dicht besiedelt und eventuell auch schon zu touristisch...aber ich lasse mich gern eines besseren belehren, dort wird es bestimmt auch tolle Ausflugsziele und Wanderungen geben.

Wir wohnen gerne in ruhiger, ländlicher/dörflicher Umgebung und bevorzugen kleine, einfache Ferienhäuser oder Appartments mit Meeresblick - wobei uns klar ist, dass wir bei dem vorherrschenden Preisniveau der Insel wohl eher ein paar Abstriche machen müssen...und mit Meeresblick meine ich nicht unbedingt direkte Meeresnähe, die Unterkunft kann sich auch in den Hängen oberhalb der Küste befinden. Was mich gleich zur nächsten Frage führt: Bis zu welcher Höhe ist es etwa ratsam eine Unterkunft im September zu mieten. Ab welcher Höhe wird es in Durchschnittswintern zu kühl?

Oder ratet ihr bei einem dreiwöchigen Aufenthalt zu einem weiteren Standort im Inselinneren (z.B. La Plain des Palmistes oder La Plain des Cafres)?

Also, wenn ihr Standorttipps habt, nur zu, wir würden uns über infos freuen...

3. Zum Klima: Ich habe öfter gelesen, dass es im September in den Bergen sehr kalt werden kann und das es sich um die Mittagszeit allgemein mit aufziehendem Passat schnell zuzieht. Wir kalt muß man sich denn die Mittagstemperaturen in 2000 Meter Höhe vorstellen? Und vernebelt der Passat die gesamten Berge bis zu den Spitzen herauf? Wir haben den Passat auf La Palma (Kanaren) - was ja auch schon eine Hochgebirgsinsel ist - oft so erlebt, dass die Wolken nur bis etwa 1800 Meter hinaufreichten, dass darüber strahlender Sonnenschein und bestes Wanderwetter herrschte...oder ist der Passat auf Reunion noch heftiger und man läuft dort oben meist im Nebel rum, braucht Fleece, Pullover, und dicke Jacke?

4. Wie sieht es im Moment mit dem Chikungunya-Virus aus? Gibt es noch Infektionen?

Sorry, dass es gleich soviele Fragen und Text geworden sind.

Re: Drei Wochen im September

BeitragVerfasst: Dienstag, 15. Jul 2014 13:19
von Gandalf Safari Camp
erst einmal ein kurzes Hallo vom Gandalf Safari Camp, (http://www.gandalfsafaricamp.de), dann ein paar Antworten:

Chikunguingia hat schon seit ein 2006 Jahren fertig und kommt wohl so schnell nicht wieder. Vielleicht in zwei oder drei Generationen, wenn sich die Immunitaetsquote wieder abgeschwaecht hat.

Im Osten und im Innenland ist es im Winter recht kalt und rauh, der Norden ist sehr administratif, fast wie ein little Paris. Bleibt der Westen und der Sueden. Wir empfehlen einen Stuetzpunkt im Wilden Sueden (zu Beispiel bei uns, um keine Werbung zu machen) und von dort aus in Tages- oder Mehrtagesausfluegen mit Mietwagfen und halben Gepaeck weiter. Gerne bauen wir Euch mal so ein Programm zusammen, wie wir es oft fuer unsere Gaeste machen. Am besten, ihr mailt uns mal direkt an und gebt durch, was Ihr schon habt und was ihr noch braucht. info@gandalfsafaricamp.de

Bis bald auf DER Insel

Re: Drei Wochen im September

BeitragVerfasst: Dienstag, 29. Jul 2014 11:35
von Titus
September ist ein angenehme Reisezeit.
Für mich (als Insulaner) noch sehr frisch, aber für Mitteleuropäer ist selbst unser Winter ja noch richtig warm.
Falls möglich: ab 2 Septemberhälfte* (dann höre ich auf mit den Zähnen zu klappen, da immer +27°C)

Ostseite: ja vermeide es, viel Regen & frischer. Dort findet man sowieso nur wenig Hotels.

Nord-Osten: kann man auch sich ersparen. Falls Lust & Laune , lege 2 Nächte in der Hauptstadt ein (St.Denis) das reicht aber auch für die Ecke.

Ab "St.Gilles" Richtung Süden wird's lustig. Haupttouri-anlaufstelle im Westen ist St.Gilles les Bains (fast schon Saint-Tropez).

Christina's http://www.gandalfsafaricamp.de kenne ich nicht persönlich. Ich bin ein paarmal daran vorbeigefahren, und ich kenne persönlich jemanden, der ein paar Wochen bei Ihr war, und sich köstlich amüsiert hat. ich habe auch mal mit ihr telefoniert (sehr nettes Mädel, Christina, erinnerst Du Dich vilelleicht, vor einem Jahr, als die andere Chr. bei Dir weilte?? )
Es liegt günstig in einem meiner "Lieblingsviertel" der Insel: Manapany, welches zur Ortschaft St.Joseph gehört. (Christina, finde da mal ein günstiges Baugrundstück für mich, und wir werden Nachbarn)
Sandstrand ist dort nicht vorhanden, jedoch eine Bucht mit aus Natursteinen gemauerten Badebecken. Gut auch zum surfen, also Wellereiten & Angeln (nicht das Becken, sondern drumherum das Meer).

Ausflüge: Ausflüge sind ein MUSS auf der Insel. Also praktisch auch ein Mietwagen ! Diese sind relativ günstig (im weltweiten Vergleich).
ALLES, einfach ALLES kann man in max. 2-3 h erreichen, egal von wo aus man anreist. Die Insel ist in etwa so gross, wie Luxemburg. ca. 280 km einmal die Küstenstrasse drum herum.
Bei flotter Fahrt (und Glück mit Stau's) schafft man das in 3 bis 3.12h). Also, man muss nicht unbedingt in den Bergen (cilaos/Salazie) für ein paar Tage absteigen. Aber schön ist es da schon, und aushalten kann man es sicherlich auch. (persönlich würde ich dort 2 Tage einlegen.

Also, als ganz grobe Reiseplanung, die ich einlegen würde: 2 Tage Saint Denis, 1 Woche St.Gilles les Bains/oder La Saline les Bains. Wenn man knapper bei Kasse sein sollte, kann man auch auf St.Leu oder St.Paul ausweichen (günstiger, 10 min Fahrt), dann noch eine Woche im Süden, wobei dort eigentlich egal ist, ob man nach St.Pierre,
Grand Bois oder St.Joseph geht. St.Louis (im Süden): ist nicht so doll. Gut ist auch Etang Salé les Bains. (liegt auf halber Strecke).

Hinter St.Joseph nfängt schon die Regenstrecke an: dazu ist dort nichts los(der Bürgersteig hochgeklappt, - nein, arrrgh sogar schon um halb sechs :) )
ich werde trotzdem dort mal demnächst ein Wochenende verbringen (eine der Auberges im Busch von "Marée Longue"). Bitte versteht das nicht als Tipp, es ist schön dort, allerdings sehr abgeschieden, viel Natur & Busch.
Das gefällt zwar mir mal für ein 'schön verregnetes Wochenende", aber die meisten Mitteleuropäer suchen halt : sonne ! Also, Euch empfehle es nicht (hehe, mein Geheimtipp bleibt bei mir :) )

Also, nehmt Euch 2-3 nette Auberges oder Guest Houses, oder Hotels, und fahrt den Rest mit dem Auto ab. Meist braucht man nicht mehr als 20-30 minuten Fahrtzeit.

Re: Drei Wochen im September

BeitragVerfasst: Dienstag, 29. Jul 2014 11:48
von Titus
Norte hat geschrieben:4. Wie sieht es im Moment mit dem Chikungunya-Virus aus? Gibt es noch Infektionen?

uih, Norte, jetzt habe ich vergessen auf die "Chick" einzugehen:
nein, die ist vorbei und kommt nicht wieder ! (so schnell jedenfalls nicht).

Wir sind immun - rund die Hälfte der Inselbevölkerung hatte es damals erwischt, und den Rest des Lebens haben wir jetzt unsere Ruhe davor.
Also, selbst wenn sie nochmal kommen sollte: es wird keine richtige Epidemie mehr geben.
Micch hatte sie auch erwischt, ich fand's nicht so arg schlimm, war wie eine grobe Grippe. 2 Tage habe ich nicht gearbeitet, dann zog ich wieder los.

Frühestens in 20 Jahren ist das bei uns mal wieder möglich (wenn die Immunitätsquote gesunken ist).

Im Moment grassiert die chick übrigens in der Karibik: höre nur mal in den TV-Nachrichten aus Guadeloupe & Martinique davon.
Danach wird's wohl auch noch Südamerika die Runde machen (so in 1-2 jahren), vielleicht auch noch die Südstaaten der USA.

Aber bei uns ist erst einmal Ruhe. Letztes Jahr hatten wir 6 Fälle. Du müsstest wahrscheinlich eher Angst vor einer normalen Grippe haben.